Bärentraube
Aussehen, HerkunftWirkungsweiseDarreichungsform, DosierungGewinnung und WirkstoffeNebenwirkungen und GegenanzeigenAnmerkungen und Literatur
© wikipediaAussehen und Herkunft
Die Echte Bärentraube gehört zu den Heidekrautgewächsen (Ericaceae) und wird auch Harnkraut, Moosbeere, Sandbeere, Wilder Buchsbaum oder Wolfstraube genannt. Der immergrüne Zwergstrauch wächst niederliegend und bildet dichte Matten mit kleinen, lederigen Blättern.

Jeweils an den Enden der Zweige hängen die glockenförmigen, weißen oder rötlichen Blüten. Sie stehen in 3-12 blütigen Trauben beisammen. Später entwickeln sich daraus beerenartige, scharlachrote Früchte mit sehr säuerlichem Geschmack.

Die bevorzugten Standorte liegen in arktisch-alpinen Gebieten Europas, Asiens und Nordamerikas. Die Blätter werden meist von wildwachsenden Pflanzen in Spanien, Italien, Österreich (Tirol), Schweiz (Berner Oberland), Skandinavien, Polen, Russland und Bulgarien gesammelt.

Wegen des hohen Gerbstoffgehalts nutzte man die Pflanze früher zum Gerben von Leder und zum Färben von Wolle. Heute werden die Blätter (Uvae ursi folium) als Heilmittel verwendet

Cystinol akut
bei akuter Blasenentzündung
Arctuvan
bei akuten HarnwegsinfektionenBewertung der Verwendung der Bärentraube
Es gibt detaillierte Laborversuche und ärztliche Anwendungsbeobachtungen, die die antibiotische Wirkung gegen eine ganze Reihe von Bakterien bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege belegen. Dabei ist darauf zu achten, dass ausreichend Wirkstoff (400 bis 700 mg Arbutin) zugeführt wird. Für die Wirkung ist außerdem wichtig, dass der Harn alkalisch ist. Das erreicht man mit einer pflanzenreichen Ernährung mit wenig Fleisch.

Wichtig: Die Bärentraube sollte nicht über längere Zeit angewendet werden

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